Die Tauffamilien, die ihr Kind in unserer Kirche taufen lassen, sind immer herzlich eingeladen, zur Abkündigung ihrer Taufe in die Gottesdienst zu kommen. Dort sehen sie die Kerngemeinde, „schnuppern" etwas von der Grundatmosphäre - und werden von der Kerngemeinde empfangen.
Von da an beginnt ein gemeinsamer Taufweg mit vielen besonderen Stationen:
10 x im Jahr feiern wir Krabbelgottesdienst.
Die Mitwirkenden sind meist Eltern, deren Kinder die sehr beliebten Spielgruppen besuchen. Inzwischen gibt es viele Brücken, die einladen, die Spielgruppe als Teil der Apostelkirche wahrzunehmen und langsam in der Kirche heimisch zu werden.
So ist es von Anfang an ein gegenseitiges Geben und Nehmen.


Wichtig ist bei diesen Treffen, dass alle Mitwirkenden dabei sind - auch wenn sie am kommenden Sonntag beim Krabbelgottesdienst verhindert sind. Denn in der Auseinandersetzung mit den biblischen Texten treten die Lebensfragen dahinter zutage. Und das sind die Fragen, die bei den einen längst verschüttet sind, bei den anderen gerade von älteren Geschisterkindern eingefordert werden, die gerade im freundeskreis hart diskutiert wurde. So sind es lebhafte Auseinandersetzungen um die Aktualität der Texte und die Suche nach Antworten.
Zusätzlich sind die Kontexte, aus denen heraus die Mitwirkenden sich zusammengefunden haben, sehr unterschiedlich; das kann die katholische Schwesterkirche sein, eine norddeutsche Gemeindesituation, eine pietisch fromme Landgemeinde oder ein Aufwachsen ohne kirchlich-religiöse Bezüge. Die unterschiedlichen Erfahrungen und Frömmigkeiststile gilt es ins Gespräch zu bringen und fruchtbar zu machen.
Zudem ist Kirche an sich, aber auch Kirche vor Ort ein sehr komplexes Gebilde. Da tut es gut fragen zu können, Hintergründe kennenzulernen, ggf. Missverständnisse aufzuklären, einen Blick hinter die Kulissen zu tun, die Welt der anderen engagierten Gemeindeglieder kennenzulernen. Insofern ist auch hier der Experte, der / die PfarrerIn gefragt.
Wir haben uns dabei klar dafür entschieden, nur biblische Texte und Themen zur Grunndlage unserer Krabbelgottesdienste zu machen. Damit entfallen leider auch die anschaulichen Legenden und Bilderbücher zu dem jeweiligen Thema. Aber es läßt langsam eine Vertrautheit mit den biblischen Texten wachsen, Symbole wiedererkennen und so ein Gefühl von „zuhause sein" in dem Schatz an biblischen Geschichten entstehen.
Diese „wachsende Vertrautheit" wird immer wieder als besonders anziehend beschrieben. Genauso aber freuen sich die Mitwirkenden an dem „Mut zum Bekennen". Das mag erst etwas fremd anmuten, aber es verdankt sich der Erfahrung, dass religiöse Themen im Freundes- und Kollegenkreis oftmals Tabuthemen sind, dass kirchliches Engagement belächelt wird, und es ein öffentliches Einstehen für den (christlichen) Glauben schwer hat. Umso mehr ermutigender wirkt es, wenn der Glaube der Einzelnen, in der Art, wie sie die Geschichte vor den Kindern und vor allem den Erwachsenen erschließen, sichtbar wird. Das erfordert Mut - und es wirkt ansteckend.
Jede/r hat einen Bereich in der Gemeinde, in denen er persönlich und mit Handzettel und kleinen Plakaten jeweils für den Krabbelgottesdienst wirbt: Kindergärten, Turnverein, Spielgruppen, musikalische Früherziehung. Diese konkrete Werbung zwei/drei Tage vorher erreicht die Familien direkt und der persönliche Kontakt wirkt besonders einladend. Unsere Liturgie ist immer gleichbleibend:
Kindergottesdienst findet jeden Sonntag parallel zum Hauptgottesdienst statt - auch in den Ferien. Krabbelgottesdienst einmal im Monat. Termine finden Sie im Gemeindebrief
Alle Veranstaltungen der Kinderkirche Solln finden Sie im Familienkalender 2009/10
Konrad-Witz-Str. 17
81479 München
Tel. 089/79 43 69
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