Kinderkirche Solln

Unser Konzept

Kinderbibelwochen haben Hochkonjunktur: Projektarbeit ist vielfach anziehender als regelmäßige Kindergruppenarbeit unter der Woche, in den Tagen, die man miteinander verbringt, entsteht ein besonderes emotionales Netz untereinander, die Erfahrung der Fülle von Kindern und MitarbeiterInnen ist belebend.So sind inzwischen KiBiWos ein zentrales Angebot der Kinderkirche in den Gemeinden geworden.
Auch uns fasziniert diese Form.
Wir haben deshalb für unsere Apostelkirche ein eigenes Profil der Kinderbibelwochen entwickelt.

Kinderbibelwochen sind bei uns Familien-Bibelwochen

Gemeinsam Glauben entdecken, biblische Gestalten lebendig werden lassen, Anknüpfungspunkte in unserer Zeit  zu finden, sich auf Spurensuche für das persönliche Glaubensleben zu machen, ist uns für die ganze Familie wichtig. Die KiBiWOs sind dabei willkommene Ausnahmezeiten, um sich vertieft, in sehr unterschiedlichen Zugängen und generationenübergreifend mit einem Thema oder einer biblischen Person zu beschäftigen.

Welche Formen, die Familien zu beteiligen, gibt es dabei für uns?

Von Anfang an ist die Kinderbibelwoche ein Angebot von Familien für Familien.
Die Leitung bildet ein Team von 3-4 Eltern (Leitung. Religionspädagogin), die zusammen Thema, Konzept und die einzelnen Schritte des Vorbereitungsprozesses planen (Vorlauf ¾ Jahr) 

Da die KiBiWos bei uns Mitte März liegen, geht die vertiefte Vorbereitung im Januar los. In dieser „sauren Gurkenzeit" nehmen wir uns die Zeit, mit allen Vorbereitenden (15-20 Pers.) ein Wochenende ins Kloster zu fahren und das Thema für uns persönlich theologisch zu erschließen und zu übersetzen.

Wenn die Grundlinien stehen, wird das biblische Theaterstück geschrieben.

Dies ist bei uns das Kernstück der KiBiWo. In ihm ist die Botschaft in allen Facetten verdichtet und konkret erlebbar. In diesem Stück spielen wir alle mit - Seite an Seite mit den Kindern. Anfangs haben einzelne Väter mitgespielt, inzwischen haben wir eine sehr engagierte Vätertruppe dabei.

Die Eltern, die sich generell oder in diesem Jahr nicht so aktiv einbringen können, sind über verschiedene Arten mitbeteiligt. Neben der Einladung an die Schulkinder verfassen wir eine eigene Eltern-Info. Dort finden die Eltern neben den Daten

die Verantwortlichen:

Wer leitet die Gruppen, wem vertrauen sie ihr Kind konkret an, wer engagiert sich überhaupt bei einem solchen Projekt,wer ist für die einzelnen Bereiche zuständig, wo suchen wir noch jemand...?

das Thema

Warum gerade dieses Thema, wie haben wir die KiBiWo konzipiert, welches Ziel verbinden wir damit, wie erleben die Kinder an den einzelnen Tagen die Kernbotschaft...?

Einladung

zur Mitarbeit in sehr unterschiedlichen Bereichen (Kulissenbau, Gruppenarbeit, Küche, Ausstellung der entstandenen Werke, abschließendes Festbuffet), zum Mitfeiern der Andachten und des Familiengottesdienste, zum Zuschauen beim biblischen Theaterstück, auch zu Spenden - und zu einem persönlichen feedback in den Dankesheften der MitarbeiterInnen

Wie kommen wir zu unseren Themen - oder was liegt in der Luft?

Anfangs haben wir das Thema genommen, was wir personell auch bewältigen konnten. Inzwischen ist eine spannende Suche nach dem entstanden, was „in der Luft liegt".

Die Kinder erleben neben Kindergarten, Schule, Sport und anderen Freizeitaktivitäten, wie vielfältig die Welt ist, in der sie heranwachsen. In den Nachrichten, die sie erreichen, brechen Höhen und Tiefen über sie herein, sie erleben in ihrer Umgebung eine große Palette an unterschiedlichen  Menschen. So entsteht jedes Jahr die  Frage, was könnte der Anknüpfungspunkt sein, bei welchem Thema braucht es einen biblischen Beitrag, und wo sind wir als Christen  gefragt?

So haben wir 2006 zur Weltmeisterschaft, die hier in München die Gemüter besonders bewegt hat, eine KiBiWo zu „Jesus und seine Mannschaft - mit den 12 Apsoteln unterwegs" entworfen, 2007 zur vielbeachtetetn Eröffnung der neuen Synagoge am Ohel-Jakob-Platz im Herzen Münchens die KibiWO „Salomo" und jetzt zum Paulusjahr 2007/08 eine KiBiWO „Die Sache Jesu braucht Begeisterte", die Paulus für uns Evangelische und Katholische entfalten möchte. (Die katholische kirche ist uns mit ihren großangelegten Projekten zum Paulusjahr www.paulusjahr.de ein guter Ansporn.)

Diese Auswahl an Themen verbindet die Kinderkirche in besonderem Maße mit der sonstigen Gemeindearbeit: Das Interesse ist über die Grenzen der Familien hinweg geweckt, gemeinsame Ausflüge z.B. zur Synagoge, zu ökumenischen Kirchen - Zentren, Gesprächsabende zu „Was bedeutet Paulus für uns evangelische und uns katholische Christen?" lassen uns gemeinsam nach Glaubenswegen suchen.

Biblisches Spontan-Theater ist Kernbestand unserer Arbeit

„Frau Wendebourg, war das ausgemacht, dass ich Theater  spielen soll, als ich mit dem Kigo angefangen habe?" Das spontane Theaterspielen unter uns Erwachsenen und Kindern ist inzwischn zu unserem Markenzeichen geworden.

Zum einen treten wir in unseren Rollen heraus aus unseren Alltags - Ich und gewinnen  für die Anderen ein neues Gesicht. Bisher unentdeckte Begabungen tauchen auf, biblische Situationen gewinnen durch die Talente ein ganz neues Profil, das Zusammenspiel schafft Nähe zwischen Menschen, die bis dahin vielleicht ganz wenig miteinander zu tun gehabt haben.

Zum anderen legt das gemeinsame Theaterspiel auch Zeugnis ab: von der gemeinsmen Suche, Auseinanderstezung, Identifizierung, von unserm Ringen um den Glauben im persönlichen Leben. Da Religion zu den Tabuthemen gehört, öffnet dieses Sichtbarwerden des Engagements auch die Herzen der mitspielenden Kinder und Mit-Eltern für Fragen des Glaubens.

Zentral bei dem Vorgang ist, dass wir bis auf ein paar Eltern und Interessierte keine Zuschauer haben; alle spielen in dem Theaterstück mit.  Wie geht das mit knapp hundert Personen?

Das Drehbuch skizziert die Szenen, Ort, Begebenheiten, Dialoge und vor allem die Entwicklung der Botschaft in der Szene. Es bleibt aber gengend Spielraum, um die Szene mit den eigenen Worten und Gesten auszufüllen.

Die Hauptrollen spielen Mütter und Väter, wobei uns das Durchmischen von Haupt- und Nebenrollen wichtig ist. Die Kinder haben je nach Klassenstufe unterschiedliche Funktionen bei dem Stück: als Volk, Zeloten, Kreuzritter,  bestimmte Berufgruppen, Naturgwalten (Feuer, Wasser, Sturm u.ä.). Sie haben jeden Tag eine viertel Stunde vor dem Spiel Zeit - und einen Korb mit einfachen Stoffen und Kostümen, um sich in der Gruppe dementstrechend aus dem Fundus zu verkleiden, sich in die jeweilige Welt hineinzudenken und charakteristische Gesten zu proben und die wichtigsten Sätze zu verinnerlichen.

Ein Erzähler (oder ein Erzählerpaar) hält das Ganze zusammen. Sie stellen anfangs die Mitspieler und Spielorte vor, führen in die Szenen ein, ziehen das Tempo an, wenn das Spiel ausufert, und ordnen die Spielfolge, falls die Szenen  in der allgemeinen Spielfreude untergehen und nehmen Kernbotschaften in ihren Erzählteilen wieder auf.

(Wir verwenden bewußt keine Tiere, Reporter oder andere Figuren als Erzähler. Wir haben die erfahrung gemacht, dass die Kinder schon so eine große Leistung vollbringen, inmitten ihrer hunderttausend Aktivitäten sich am Nachmittag drei Stunden auf die gemeinsame Zeit einzulassen. Der Erzähler führt sie deshalb „nur" hinaus aus allem, was sie mitbringen hinein in die spannende biblische Welt, in der sie mitsspielen, mitzittern, sich mitfreuen und fürchten.)

Schon oft entstand die Idee, diese Theateraufführungen, die von einer unnachahmlichen Mischung aus Drehbucheinfällen und persönlichem Charme leben, filmisch festzuhalten. Aber die Präsenz aller Mispielenden, die unmittelbare Identifikation mit den biblischen Figuren und die spontane Spielfeude entstehn gerade in dem von Medien geschützten Raum.

Und so, wie die Klassen jeweils eigene Aufgaben beim Theaterspiel haben, versuchen wir anschließend für jede Klasse eine eigene Gruppenarbeit zu gestalten (6 Gruppenarbeiten)

Kindergottesdienst, Krabbelgottesdienst

Kindergottesdienst findet jeden Sonntag parallel zum Hauptgottesdienst statt - auch in den Ferien. Krabbelgottesdienst einmal im Monat. Termine finden Sie im Gemeindebrief

Veranstaltungskalender

Alle Veranstaltungen der Kinderkirche Solln finden Sie im Familienkalender 2009/10

Apostelkirche München-Solln

Konrad-Witz-Str. 17
81479 München
Tel. 089/79 43 69
www.solln-evangelisch.de

Kindergruppen in der Apostelkirche